WEG · 5 Minuten
Hausgeld ist nicht die Rücklage
Warum eine Gemeinschaft beides brauch und woran man sieht, dass die Rücklage nur noch ein Trost ist.

Das Hausgeld deckt den laufenden Betrieb: Versicherung, Wartung, Verwaltung, Wasser, allgemeine Stromkosten, Hausreinigung. Die Rücklage ist das Geld für das, was nicht jedes Jahr kommt: Dach, Strang, Fassade, Aufzug.
Eine niedrige Rücklage fühlt sich im Monat freundlich an und wird bei der ersten großen Maßnahme zur Sonderumlage. Sonderumlagen sind erlaubt. Sie sind ein schlechtes Zeichen, wenn sie die einzige Planung sind.
Sinnvoll ist eine Rücklage, die zu Alter und Zustand des Hauses passt, nicht zu einem Nachbarhaus. Wir setzen sie im Wirtschaftsplan als eigene Zeile und sagen, welches Gewerk sie in den nächsten Jahren berühren soll.
Rückstände beim Hausgeld sind keine Privatangelegenheit. Sie verschieben die Liquidität der Gemeinschaft. Deshalb werden sie monatlich sichtbar gemacht und nicht bis zur Abrechnung gesammelt.
